Mittwoch, 10. Dezember 2014

APPventskalender 2014 #moblern

E-Teaching.org haben ja gerade ein Themenspecial „Mobiles Lernen“ #moblern, das ergründen soll, ob und wie mobile Endgeräte im Unterricht eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang werden Apps und ihr Einsatz in der Praxis genauso vorgestellt, wie beispielsweise die Verwendung von Podcasts zur Unterstützung des Lernprozesses. Und als überaus nette Idee gibt es jetzt vor Weihnachten einen APPventskalender, in dem jeden Tag eine App vorgestellt wird. Das Besondere daran ist, dass die Apps von Nutzerinnen und Nutzern empfohlen wurden, es sich also um eine Good Practice Sammlung handelt.

Ich durfte auch eine App beisteuern, nämlich Kahoot! für mobile Endgeräte. Prinzipiell lässt sich mit Kahoot! auch im Browser arbeiten, aber auch die App hat ihre Vorteile. Mehr verrät aber die Beschreibung im APPventskalender, Tag 7. :-)

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Zeitgemäß unzeitgemäß - unzeitgemäß zeitgemäß

Im Zuge der Verleihung des ELCH 2014, des E-Learning Champions, an der Universität Graz gestern Abend hielt Thomas Strasser von der PH Wien einen kurzweiligen Gastvortrag mit dem Titel "Ohne Grenzen? Grenzgenial? Online-Kollaboration im Unterricht". Es ging dabei um Möglichkeiten und Grenzen des kollaborativen Online-Arbeitens im Unterricht und auch allgemein um den Einsatz digitaler Werkzeuge im Lehrbetrieb. Der Vortrag war auf 20 Minuten begrenzt, vieles konnte also nur gestreift und nicht in der Tiefe ausgeführt werden, auch wenn es spannend gewesen wäre.


Was ich an Thomas Strasser so schätze ist sein Zugang zu Medien in Unterricht und Lehre. Didaktik vor Technologie, so lässt sich der Ansatz knapp beschreiben und die drei Worte in dieser Reihenfolge treffen den Nagel punkt genau auf den Kopf. Es geht in der Lehre nicht darum, Medien einzusetzen und zu hoffen, damit ein Allheilmittel gefunden zu haben, das den Lernprozess auslöst. Es geht nicht darum, Technologien einzusetzen, weil sie gerade zeitgemäß sind, und nur weil sie gerade zeitgemäß sind. Es geht nicht darum, Medien einzusetzen, weil man Medien einsetzen muss/soll/kann/darf/will.

[Auf Google+ gibt's dazu gerade eine spannende Diskussion bzw. eine von Martin Lindner geposteten und kommentierten Beitag zum Thema Lehrer und Internet.]

Vielmehr geht es darum, auch mal unzeitgemäß zu sein, wie Thomas Strasser in seinem Beitrag gezeigt hat. Das Folgen von Trends ist ja schön und gut, aber es geht darum, diesen Trends in sinnvoller Art und Weise zu folgen. Es geht darum, Medien richtig und sinnvoll einzusetzen - ja, ich weiß, was ist schon richtig? Aber diese Diskussion lasse ich mal außen vor. Lernen mit und über Medien sollte selbstverständlich sein, Lernerinnen und Lerner sollen Medien aber reflektiert zur Beförderung des Lernprozesses einsetzen und sich über Stärken und Schwächen unterschiedlicher Zugänge zum Lernen bewusst sein. Und so soll es auch mit den Lehrpersonen sein. Es ist wichtig, dass wir wissen, wann wir welches Werkzeug oder Medium zu welchem Zweck einsetzen. Erst wenn wir wissen, welches Lernziel wir erreichen wollen, können wir auch auswählen, wie wir dorthin kommen. Das didaktische Setting steht also im Vordergrund, oder eigentlich der Lernprozess der Lernerinnen und Lerner. Unsere Lernziele sind wirklich das Ziel, wie wir dorthin kommen, das ist eine andere Sache. Es ist eigentlich ganz einfach. Oder nicht?

Schauen wir uns mal das Video "This Will Revolutionize Education" an, in dem kompakt gezeigt wird, wie sich der Medieneinsatz auf das Lernen auswirkt und welche Rolle die Lehrperson im modernen (digitalen) Klassenzimmer einnehmen soll:

Veritasium: This Will Revolutionize Education (YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=GEmuEWjHr5c)


Was revolutioniert denn schon wirklich? Nur weil die Jugendlichen heute mit dem Smartphone und auch Tablet aufwachsen, heißt das noch lange nicht, dass sie damit auch umgehen können. Nur weil ich einen Computer zuhause habe, heißt das nicht, dass ich ihn auch verwenden kann. Und schon mal dran gedacht, wie das mit einem Mixer, einem Fahrrad oder auch einer Staffelei ist? Wir müssen den Lernenden dabei helfen, die Medien für sich so einzusetzen, dass sie einen Mehrwert aus der Nutzung erzielen können. Lehrende sind keine Animateurinnen und Animateure, sondern Lernbegleiter, die Lust Interesse wecken und motivieren, aber nicht nur. Was ist schon dabei, wenn Schüler/innen ein Vokabel im Internet nachschlagen? Was ist schon dabei, wenn man Wikipedia konsultiert? Oder wieder anders: Was ist dabei, wenn man nach Rezept kocht? Wenn man nach Anleitung strickt? Im Grunde doch eigentlich nichts, oder? Nur die Techniken dahinter müssen beherrscht werden. Ich muss wissen, wo ich nachschaue oder wen ich frage. Ich muss wertvolle von weniger wertvollen Informationen trennen können. Lernende brauchen unterschiedliche Literacies, aber keine neuen Literacies, wenn man es genau nimmt. Die Literacies, oder Kompetenzen und Fähigkeiten, sind nur anders gelagert, wenn man die Raummetapher strapazieren möchte, angepasst an neue Lernräume, in denen Geschwindigkeit und Menge der Informationen zugenommen haben. Aber dazu an anderer Stelle mehr.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Weihnachtscountdown

Gerade in der Weihnachtszeit ist man immer wieder froh, Materialien zu haben, die in der vermeintlich besinnlichen und eigentlich stressigen Zeit im Unterricht eingesetzt werden können. Und gerade wenn man nach interessanten Materialien erst suchen muss, lässt es sich leicht verzweifeln, weil es ja im Netz schier unglaublich viele Materialien gibt. Man ist also froh, wenn einem die Suche abgenommen wird.

Eine umfangreiche Materialiensammlung liefert Lehrer-Online-de auf Countdown bis Weihnachten: Wir zählen die Tage. Hier gibt es nicht nur ein Dossier zu Advent und Weihnachten oder Apps, die beim Countdownzählen helfen, sondern auch zahlreiche Fundstücke aus unterschiedlichen Bereichen.

Und wie wäre es mit der Wahl zum schrecklichsten Weihnachtslied? Hier zwei Kandidaten.

In diesem Sinne: Schöne Adventzeit! ;-)

Montag, 1. Dezember 2014

Mediendidaktische Modelle

An der Universität Graz gibt es seit einigen Jahren die Mediendidaktische Modellsammlung. Sie bietet Good Practice Beispiele von Lehrenden für Lehrende, die in ihrer Lehrveranstaltung, einem Workshop oder Ähnlichem neue Medien sinnvoll integrieren wollen. Ziel ist dabei der Mehrwert im Lernprozess der Lernenden.

Weil gerade bei neuen Medien auch immer wieder Berührungsängste vorhanden sind, stellt die Mediendidaktische Modellsammlung Beispiele aus der Praxis zur Verfügung und beschreibt dabei nicht nur einzelne Methoden, sondern vor allem auch das mediendidaktische Setting im Sinne einer Vor- und Nachbereitung. Wie müssen mediengestützte Methoden in einer Lehrveranstaltung oder einer einzelnen Lerneinheit eingebettet werden, um den angestrebten Mehrwert zu erreichen?

Diese Mediendidaktische Modellsammlung umfasst auch eine Beschreibung (webbasierter) Anwendungen, die sich zum Einsatz in Lehre und Forschung besonders eignen. Und auch bei den Anwendungen wird auf  die (medien-)didaktischen Rahmenbedingungen und Einsatzmöglichkeiten geachtet. Ein kurzes Video auf der Startseite beschreibt die Sammlung. Und mit heute wurde im Webradio der Grazer Universitäten unter dem Titel Lehren mit Medien ein Beitrag zur Mediendidaktischen Modellsammlung veröffentlicht.

Primäre Zielgruppe sind Angehörige (Mitarbeiter/innen und Studierende) der Universität Graz. Jeweils drei Modelle und drei Werkzeuge sind aber für alle freigeschaltet.

Eine Übersicht über Werkzeuge, die sich in der Lehre einsetzen lassen, liefert auch die LapTeacher Toolbox, eine didaktische Beschreibung fehlt zwar, doch finden sich in meinem Blog einige Hinweise zu den genannten Tools ;-)